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	<description>... damit die Seele atmen kann</description>
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		<title>Engel beherbergen</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Feb 2012 19:43:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>atemhaus</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
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		<description><![CDATA[In unserer bernischen Landeskirche gibt es eine schöne Tradition. Am 1. Sonntag im Februar ist der sog. Kirchensonntag zur Erinnerung an die Berner Reformation im Jahr 1528. Dann soll nach Möglichkeit der Gottesdienst nicht vom Pfarrer gestaltet werden, sondern von Gemeindegliedern und Leuten, die zum Thema etwas zu sagen haben. Darin kommt der Gedanke des &#8220;allgemeinen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=atemhaus.wordpress.com&amp;blog=14412843&amp;post=734&amp;subd=atemhaus&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In unserer bernischen Landeskirche gibt es eine schöne Tradition. Am 1. Sonntag im Februar ist der sog. Kirchensonntag zur Erinnerung an die Berner Reformation im Jahr 1528. Dann soll nach Möglichkeit der Gottesdienst nicht vom Pfarrer gestaltet werden, sondern von Gemeindegliedern und Leuten, die zum Thema etwas zu sagen haben. Darin kommt der Gedanke des &#8220;allgemeinen Priestertums&#8221; zum Ausdruck. PfarrerInnen haben zwar in unserer Kirche einen besonderen Auftrag, aber keinen geistlichen Vorrang, bilden keinen klerikalen Stand.</p>
<p>In diesem Jahr ist das Thema &#8220;Willkommen &#8211; Gastfreundschaft in unserer Kirche&#8221;. Dazu gibt es einen wunderschönen Vers aus dem Hebräerbrief (Heb 13,1-2):</p>
<p><em><strong>&#8220;Die Liebe zu denen, die euch vertraut sind, bleibe! Die Liebe zu denen, die euch fremd sind, aber vergesst nicht &#8211; so haben manche, ohne es zu wissen, Engel beherbergt.&#8221; </strong></em></p>
<p>Gastfreundschaft hat tatsächlich viel mit Liebe zu tun. Gastfreundschaft ist eine Haltung, die sich vermutlich nirgends deutlicher zeigt, als in unserem Umgang mit Fremdem und Fremden. Und dem Engel begegnen wir nur, wenn wir uns dem Fremden öffnen. Ich finde, das ist eine kraftvolle und weltzugewandte Engellehre. Es müssen wirklich nicht Männer (oder Frauen) mit Flügeln sein, die Engel.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/atemhaus.wordpress.com/734/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/atemhaus.wordpress.com/734/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/atemhaus.wordpress.com/734/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/atemhaus.wordpress.com/734/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/atemhaus.wordpress.com/734/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/atemhaus.wordpress.com/734/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/atemhaus.wordpress.com/734/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/atemhaus.wordpress.com/734/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/atemhaus.wordpress.com/734/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/atemhaus.wordpress.com/734/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/atemhaus.wordpress.com/734/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/atemhaus.wordpress.com/734/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/atemhaus.wordpress.com/734/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/atemhaus.wordpress.com/734/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=atemhaus.wordpress.com&amp;blog=14412843&amp;post=734&amp;subd=atemhaus&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Von Panzerungen befreit</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 20:03:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>atemhaus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bibelzitate]]></category>
		<category><![CDATA[Predigt]]></category>
		<category><![CDATA[Achtsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Demut]]></category>
		<category><![CDATA[Gott]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine weniger bekannte Geschichte aus dem Alten Testament liegt meiner Predigt von diesem Sonntag zugrunde &#8211; die Heilung des syrischen Hauptmanns Naaman durch den Propheten Elisa (2. Kön 5,1-19). Naaman ist reich und mächtig, aber er leidet an einer lästigen, ja lebensgefährliche Krankheit. Was die Lutherbibel mit Aussatz übersetzt, ist eine Art Schuppenflechte, die zu [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=atemhaus.wordpress.com&amp;blog=14412843&amp;post=732&amp;subd=atemhaus&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine weniger bekannte Geschichte aus dem Alten Testament liegt meiner <a title="Predigt" href="http://predigtkiste.blogspot.com/2012/01/predigt-uber-2-konige-51-19-vom-29.html">Predigt </a>von diesem Sonntag zugrunde &#8211; die Heilung des syrischen Hauptmanns Naaman durch den Propheten Elisa (2. Kön 5,1-19). Naaman ist reich und mächtig, aber er leidet an einer lästigen, ja lebensgefährliche Krankheit. Was die Lutherbibel mit Aussatz übersetzt, ist eine Art Schuppenflechte, die zu einer regelrechten Verpanzerung des Körpers führt.</p>
<p>Und weil biblische Heilungsgeschichten oft auch Symbolgeschichten sind, ist die äusserliche Verpanzerung seiner Haut in dieser Geschichte wohl auch ein Spiegel des Panzers, mit dem er seine Seele umgeben hat, der Schutzmechanismen, die er sich im Laufe der Zeit zugelegt hat. Und darin könnte sie auch unsere eigene Geschichte sein. Dieser Naaman muss einige ungewöhnliche Schritte tun. Er muss auf den Rat einer Sklavin hören, er muss sich von einem Diener abspeisen lassen, er muss erkennen, dass er mit Geld und Empfehlungsschreiben nichts ausrichten kann. Erst als er von seinem hohen Ross herabsteigt und bereit ist in einen schmutzigen Fluss einzutauchen, fällt der Panzer von ihm ab.</p>
<p>Wer wie dieser Naaman bereit ist, von seinem hohen Ross zu steigen und einzutauchen in den Lebensfluss, der kann sich von seinen Schutzpanzern befreien lassen, kann auch dem begegnen, was ihm an sich selbst Mühe macht und unansehnlich ist, kann sich berühren lassen und Möglichkeiten entdecken. Wo wir alles schon wissen, da hat es für Gott keinen Platz. Wenn wir alles im Griff haben wollen, können wir uns nicht beschenken lassen. Wenn wir uns nicht berühren lassen, verlernen wir das Staunen. Und das ist wohl eines der grössten Geschenke, die Kinder uns immer wieder machen: Sie lehren uns das Staunen. Sie helfen uns, die Dinge mit anderen Augen zu sehen. Aber sie konfrontieren uns auch mit ihrer Bedürftigkeit und mit den Grenzen unseres Machens und Planens. Und genau das ist heilsam für uns.</p>
<p>Naaman ist geheilt. Und doch bleibt noch etwas. Denn der grosse Feldherr will dem Propheten wenigstens den grossen Dienst angemessen entgelten. Doch Elisa nimmt das Geschenk nicht an. Für Naaman ist es wichtig, dass er lernt, sich beschenken zu lassen, etwas schuldig zu bleiben. Auch das ist Teil seiner Heilung, der Befreiung von seinem Panzer der Macht und des Reichtums. Lass es dir gefallen, sagt Elisa ihm. Und endlich begreift er es. Er hat noch eine allerletzte Bitte: Sein Amt zwingt Naaman, zuhause auch den Gott Rimmon anzubeten und Elisa erlaubt ihm diesen Kompromiss. Diese Toleranz beeindruckt mich. Natürlich gibt es auch faule Kompromisse, aber ebenso eine bedrohliche fanatische Kompromisslosigkeit. „Zieh hin mit Frieden!“ verabschiedet Elisa den Naaman. Er vertraut darauf, dass er nicht vergessen wird, welcher Gott ihm geholfen hat. Auch wenn er in seinem Alltag mit Kompromissen leben wird, auch wenn er wieder Macht und Reichtum gebrauchen wird – sein Panzer ist aufgebrochen, er lässt sich berühren, seine Seele kann atmen. Das bleibt. Das ist ein Segen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/atemhaus.wordpress.com/732/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/atemhaus.wordpress.com/732/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/atemhaus.wordpress.com/732/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/atemhaus.wordpress.com/732/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/atemhaus.wordpress.com/732/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/atemhaus.wordpress.com/732/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/atemhaus.wordpress.com/732/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/atemhaus.wordpress.com/732/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/atemhaus.wordpress.com/732/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/atemhaus.wordpress.com/732/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/atemhaus.wordpress.com/732/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/atemhaus.wordpress.com/732/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/atemhaus.wordpress.com/732/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/atemhaus.wordpress.com/732/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=atemhaus.wordpress.com&amp;blog=14412843&amp;post=732&amp;subd=atemhaus&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Gedenken</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 16:38:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>atemhaus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politisches]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Rede von Marcel Reich-Ranicki im Deutschen Bundestag zum Holocaustgedenktag ist ein eindrückliches Dokument. Da erzählt er einfach die Geschichte eines Tages im Jahr 1942, des 22. Juli. Es ist der Beginn der Deportation der Juden aus dem Warschauer Ghetto. Und indem er seine Geschichte einfach erzählt &#8211; ohne Gedenkpathos, ohne Apelle, ohne moralischen Zeigefinger [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=atemhaus.wordpress.com&amp;blog=14412843&amp;post=729&amp;subd=atemhaus&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a title="Rede von Marcel Reich-Ranicki" href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/rede-zum-gedenken-an-die-opfer-des-nationalsozialismus-ein-tag-in-meinem-leben-11627427.html">Rede von Marcel Reich-Ranicki </a>im Deutschen Bundestag zum Holocaustgedenktag ist ein eindrückliches Dokument. Da erzählt er einfach die Geschichte eines Tages im Jahr 1942, des 22. Juli. Es ist der Beginn der Deportation der Juden aus dem Warschauer Ghetto. Und indem er seine Geschichte einfach erzählt &#8211; ohne Gedenkpathos, ohne Apelle, ohne moralischen Zeigefinger &#8211; leistet er mehr für das Gedenken als viele kluge Abhandlungen.</p>
<p>Geschichte bleibt abstrakt, wenn sie uns nicht in den vielen Geschichten von Menschen erreicht, die diese Geschichte erlebt und erlitten haben und uns ihre Geschichte erzählen. Dafür gebührt Marcel Reich-Ranicki Dank, weil sich mit Geschichten wie dieser jegliche Schlussstrichdebatte erledigt.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/atemhaus.wordpress.com/729/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/atemhaus.wordpress.com/729/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/atemhaus.wordpress.com/729/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/atemhaus.wordpress.com/729/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/atemhaus.wordpress.com/729/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/atemhaus.wordpress.com/729/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/atemhaus.wordpress.com/729/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/atemhaus.wordpress.com/729/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/atemhaus.wordpress.com/729/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/atemhaus.wordpress.com/729/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/atemhaus.wordpress.com/729/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/atemhaus.wordpress.com/729/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/atemhaus.wordpress.com/729/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/atemhaus.wordpress.com/729/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=atemhaus.wordpress.com&amp;blog=14412843&amp;post=729&amp;subd=atemhaus&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Der mutlose Rebell</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Jan 2012 21:21:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>atemhaus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Theologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Wissenschaftliche Bücher zu schreiben ist eine ziemlich mühsame Angelegenheit &#8211; und am Ende liest sie kaum jemand. Warum es nicht einmal anders versuchen, dachte sich wohl der junge Theologe Sebastian Moll und schrieb ein Büchlein unter dem Titel &#8220;Jesus war kein Vegetarier&#8221;. Zwar hat das Gegenteil im Ernst niemand behauptet, aber die Rechnung ist aufgegangen. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=atemhaus.wordpress.com&amp;blog=14412843&amp;post=726&amp;subd=atemhaus&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wissenschaftliche Bücher zu schreiben ist eine ziemlich mühsame Angelegenheit &#8211; und am Ende liest sie kaum jemand. Warum es nicht einmal anders versuchen, dachte sich wohl der junge Theologe Sebastian Moll und schrieb ein Büchlein unter dem Titel &#8220;Jesus war kein Vegetarier&#8221;. Zwar hat das Gegenteil im Ernst niemand behauptet, aber die Rechnung ist aufgegangen. Moll polemisierte gegen eine vermeintlich politische Korrektheit der evangelischen Theologie und erzielte damit sicher mehr Echo als mit seiner Promotion über Marcion. &#8220;Christ und Welt&#8221; publizierte ein <a title="Interview" href="http://www.christundwelt.de/detail/artikel/war-jesus-vegetarier/">Interview</a> mit ihm und machte eine Debatte daraus &#8211; mit einer <a title="Entgegnung" href="http://www.christundwelt.de/detail/artikel/jesus-darf-vegetarier-sein/">Entgegnung</a> von Johann Hinrich Claussen und einem offenen <a title="Briefwechsel" href="http://www.christundwelt.de/detail/artikel/mehr-demut-bitte/">Briefwechsel</a> mit Petra Bahr.</p>
<p>Offenbar war C&amp;W so beeindruckt von diesem rebellischen Geist, dass man in dieser Woche eine Kolumne von Moll publizierte. Darin wettert er erneut gegen die political correctness, die eine Arbeitsbeschaffungsmassnahme für saturierte Wohlstandsbürger sei &#8220;gemäss dem schönen Motto: Wer keine Probleme hat, macht sich welche.&#8221; Und wieder ist es die gleiche Masche: erst zieht er mit Sarkasmus gegen eine vermeintliche political correctness vom Leder, um dann gleich wieder zu relativieren, dass es ja nicht grundsätzlich falsch sei auf seine Wortwahl zu achten. Wer so mutlos sich gleich wieder in Deckung bringt, sollte vorher nicht so vollmundig reden. Denn gegen eine überzogene political correctness sind wir schliesslich alle.</p>
<p>Ich finde diese Strategie einfach nur ärgerlich &#8211; weshalb ich ausnahmsweise einmal meinem Ärger Luft mache und hier etwas polemischere Töne angeschlagen habe.</p>
<p>&nbsp;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/atemhaus.wordpress.com/726/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/atemhaus.wordpress.com/726/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/atemhaus.wordpress.com/726/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/atemhaus.wordpress.com/726/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/atemhaus.wordpress.com/726/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/atemhaus.wordpress.com/726/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/atemhaus.wordpress.com/726/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/atemhaus.wordpress.com/726/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/atemhaus.wordpress.com/726/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/atemhaus.wordpress.com/726/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/atemhaus.wordpress.com/726/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/atemhaus.wordpress.com/726/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/atemhaus.wordpress.com/726/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/atemhaus.wordpress.com/726/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=atemhaus.wordpress.com&amp;blog=14412843&amp;post=726&amp;subd=atemhaus&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Mystik &#8211; Sehnsucht nach dem Absoluten</title>
		<link>http://atemhaus.wordpress.com/2012/01/08/mystik-sehnsucht-nach-dem-absoluten/</link>
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		<pubDate>Sun, 08 Jan 2012 17:49:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>atemhaus</dc:creator>
				<category><![CDATA[christliche spiritualität]]></category>
		<category><![CDATA[Mystik]]></category>
		<category><![CDATA[meister eckhart]]></category>
		<category><![CDATA[rietberg]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute war eine Gruppe aus unserer Kirchgemeinde bei der Mystik-Ausstellung im Museum Rietberg in Zürich. Als kleine Kostprobe aus dem Ausstellungskatalog zwei Passagen aus dem Beitrag von Hildegard Elisabeth Keller über Meister Eckhart: Menschen sollen nicht daran denken, was sie tun, sondern bedenken, was sie sind. Im Handeln (im Sinne des selbstbestimmten Verfolgens von Zielen) liege [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=atemhaus.wordpress.com&amp;blog=14412843&amp;post=723&amp;subd=atemhaus&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute war eine Gruppe aus unserer Kirchgemeinde bei der Mystik-Ausstellung im Museum Rietberg in Zürich.</p>
<p>Als kleine Kostprobe aus dem Ausstellungskatalog zwei Passagen aus dem Beitrag von Hildegard Elisabeth Keller über Meister Eckhart:</p>
<p><em>Menschen sollen nicht daran denken, was sie tun, sondern bedenken, was sie sind. Im Handeln (im Sinne des selbstbestimmten Verfolgens von Zielen) liege kein Heil, sondern allein im Sein (im Sinne der Willenseinheit mit dem Ursprung, mit der Gottheit: man sol heilichkeit setzen ûf ein sîn. Deshalb schüttelt der Meister immer wieder den Kopf über Menschen, die ihn bitten: &#8220;Bittet für mich!&#8221; Es ist, als ob er ihnen antworten wolle: &#8220;Was erwartest du von mir? Und was von Gott? Nimmst du ihn in einer solcherart begrenzten Weise, als wäre er ein Geschäftspartner, ist es so, &#8220;als ob du Gott nämest, wändest ihm einen Mantel um und schöbest ihn unter eine Bank&#8221;. Oder an anderer Stelle: Schaust Du Gott wie eine Kuh an? Liebst du ihn wie eine Kuh? &#8220;Die liebst du wegen der Milch und des Käses und deines eigenen Nutzens. So halten&#8217;s alle jene Leute, die Gott um äusseren Reichtums oder inneren Trostes willen lieben; die aber lieben Gott nicht recht, sondern sie lieben ihren Eigennutz.&#8221; (S.76)</em></p>
<p><em>Und in Predigt 38 heisst es: &#8220;Wenn man mich fragte: Warum beten wir, warum fasten wir, warum tun wir alle unsere Werke, warum sind wir getauft, warum ist Gott Mensch geworden, was das Höchste war? &#8211; Ich würde sagen: darum, dass Gott in der Seele geboren werde un d die Seele (wiederum) in Gott geboren werde. Darum ist die ganze Schrift geschrieben, darum hat Gott die Welt und alle Engelsnatur geschaffen: auf dass Gott in der Seele geboren werde und die Seele (wiederum) in Gott geboren werde. (&#8230;) Alle zeit muss dort weg sein, wo diese Geburt anhebt, denn nichts gibt es, was diese Geburt mehr hindert als Zeit und Kreatur.&#8221; (S.77)</em></p>
<p>Die Ausstellung zeigt mystische Traditionen im Christentum, Judentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus und Daoismus. Sie zeigt sowohl das Verbindende der mystischen Traditionen dieser religiösen Traditionen, aber auch deren Unterschiedlichkeit. Vor allem aber zeigt sie, wie sehr Mystik als individuelle Erfahrung ein Stück weit frei macht von institutionellen Einengungen und dogmatischen Fesseln. Zugleich aber sind alle grossen Mystikerinnen und Mystiker in ihrer je eigenen religiösen Tradition tief verwurzelt. Die denkerische Tiefe und der hohe Preis, den viele dieser Mystikerinnen und Mystiker für ihre Erfahrungen bezahlt haben, lässt erahnen, dass es sich in vielen heutigen esoterischen Lehren lediglich um Schrumpfformen des breiten Stroms der Mystik handelt.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/atemhaus.wordpress.com/723/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/atemhaus.wordpress.com/723/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/atemhaus.wordpress.com/723/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/atemhaus.wordpress.com/723/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/atemhaus.wordpress.com/723/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/atemhaus.wordpress.com/723/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/atemhaus.wordpress.com/723/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/atemhaus.wordpress.com/723/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/atemhaus.wordpress.com/723/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/atemhaus.wordpress.com/723/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/atemhaus.wordpress.com/723/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/atemhaus.wordpress.com/723/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/atemhaus.wordpress.com/723/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/atemhaus.wordpress.com/723/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=atemhaus.wordpress.com&amp;blog=14412843&amp;post=723&amp;subd=atemhaus&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Gedanken zur Jahreslosung 2012</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Jan 2012 20:45:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>atemhaus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bibelzitate]]></category>
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		<category><![CDATA[Predigt]]></category>
		<category><![CDATA[Achtsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Kraft]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.&#8221; So heisst die Jahreslosung für 2012. Sie steht im 2. Korintherbrief. Allerdings gilt es, genau hinzuhören, damit diese Jahreslosung mehr ist als ein frommer Spruch. Dabei kann uns die (sprachlich korrektere) Übersetzung der neuen Zürcher Bibel helfen: „Du hast genug an meiner Gnade, denn die Kraft findet ihre Vollendung [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=atemhaus.wordpress.com&amp;blog=14412843&amp;post=720&amp;subd=atemhaus&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.&#8221; So heisst die Jahreslosung für 2012. Sie steht im 2. Korintherbrief. Allerdings gilt es, genau hinzuhören, damit diese Jahreslosung mehr ist als ein frommer Spruch. Dabei kann uns die (sprachlich korrektere) Übersetzung der neuen Zürcher Bibel helfen: „Du hast genug an meiner Gnade, denn die Kraft findet ihre Vollendung am Ort der Schwachheit.“</p>
<p>Ich betone gerne, dass es hier nicht darum geht, Schwachheit schönzureden oder zu glorifizieren. Es ist kein Loblied der Schwachheit. Aber es ist ein Gegengewicht gegen die Glorifizierung von Stärke und Macht. Und es ist eine Hilfe und ein Trost für alle, die die Erfahrung machen, dass auch Schwäche und Bedürftigkeit, das Ankommen an Grenzen zu unserem Leben gehört.</p>
<p>Mag sein &#8211; und das wünsche ich allen von Herzen -, dass wir unser Leben recht gut im Griff haben und uns vieles gelingt. Mag sein, dass sich für uns persönlich oder beruflich 2012 neue Türen und Wege auftun. Wir wissen es nicht und vor allem &#8211; wir sollten es nicht zum alleinigen Massstab unseres Lebens machen. Die Botschaft unserer Jahreslosung heisst für mich: Pack an, was du kannst. Freu dich daran, wenn dir Dinge gelingen, du etwas bewegen kannst. Aber lass dich nicht erschrecken, wenn du scheiterst oder wenn dir Dinge begegnen, bei denen du dich ohnmächtig und hilflos fühlst. Gerade dann bin ich, dein Gott ganz nahe bei dir. Du hast genug an meiner Gnade, denn die Kraft findet ihre Vollendung am Ort der Schwachheit. Vertrau darauf &#8211; und nicht allein auf die Stärke, die Leistungen und Erfolge. Wer schwach sein und Niederlagen einstecken kann, wer sich die Hilfe anderer, die Hilfe Gottes und seiner Mitmenschen gefallen lassen kann, ist in Wirklichkeit stark und lebenstauglich. Der bleibt auch achtsam für die Schwäche und Bedürftigkeit anderer und kann für sie da sein, ohne Dankbarkeit zu verlangen oder sich besser zu fühlen als sie.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/atemhaus.wordpress.com/720/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/atemhaus.wordpress.com/720/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/atemhaus.wordpress.com/720/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/atemhaus.wordpress.com/720/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/atemhaus.wordpress.com/720/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/atemhaus.wordpress.com/720/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/atemhaus.wordpress.com/720/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/atemhaus.wordpress.com/720/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/atemhaus.wordpress.com/720/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/atemhaus.wordpress.com/720/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/atemhaus.wordpress.com/720/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/atemhaus.wordpress.com/720/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/atemhaus.wordpress.com/720/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/atemhaus.wordpress.com/720/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=atemhaus.wordpress.com&amp;blog=14412843&amp;post=720&amp;subd=atemhaus&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Geburtlich leben</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Dec 2011 13:18:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>atemhaus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Gottesbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Hoffnung]]></category>
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		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Philosophin Hanna Arendt hat den Gedanken der Geburtlichkeit ins Zentrum ihres Denkens gestellt. &#8220;Der Mensch wurde geschaffen, damit ein Anfang sei. Dieser Anfang ist immer und überall da. Er ist garantiert durch die Geburt eines jedes Menschen. Mit ihrer Geburt treten ständig neue Menschen ins Leben und können durch ihr Handeln die Welt verändern. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=atemhaus.wordpress.com&amp;blog=14412843&amp;post=718&amp;subd=atemhaus&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Philosophin Hanna Arendt hat den Gedanken der Geburtlichkeit ins Zentrum ihres Denkens gestellt. &#8220;Der Mensch wurde geschaffen, damit ein Anfang sei. Dieser Anfang ist immer und überall da. Er ist garantiert durch die Geburt eines jedes Menschen. Mit ihrer Geburt treten ständig neue Menschen ins Leben und können durch ihr Handeln die Welt verändern. Dass man in der Welt Vertrauen haben und dass man für die Welt hoffen darf, ist vielleicht nirgends knapper und schöner ausgedrückt als in den Worten: Uns ist ein Kind geboren.“ So Hanna Arendt – und die Anspielung auf die Weihnachtsgeschichte kann uns den Sinn der Weihnachtsgeschichte vor Augen führen. Wenn Hanna Arendt unser Leben vom Geborensein her denkt, dann ist sie im direkten Widerspruch zu ihrem Lehrer Martin Heidegger der die menschliche Existenz als ein „Sein zum Tode“ versteht.</p>
<p>Im 1. Johannesbrief lesen wir: „Wir sind schon Gottes Kinder; es ist aber noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen aber: wenn es offenbar werden wird, werden wir ihm gleich sein; denn wir werden ihn sehen, wie er ist.“ Wir dürfen uns entwickeln, aus Sackgassen wieder umkehren, neue Möglichkeiten entdecken, aufstehen, wenn wir umfallen, Fehler eingestehen, ja überhaupt mutig und zuversichtlich handeln und unseren Weg gehen, weil wir Gottes Kinder heissen und auf dem Weg sind, es immer mehr zu werden.</p>
<p>Weihnachtlich leben im Anblick des Kindes in der Krippe, das könnte heissen, dass wir uns immer wieder auf neue Anfänge einlassen. Solche neuen Anfänge sind möglich, wo Menschen einander verzeihen und einander nicht mehr auf das festlegen, was war, sondern ausprobieren, was sein könnte. Sie sind möglich, wenn wir einander als Kinder Gottes ansehen und versuchen, die Liebe, die Gott uns erwiesen hat, weiter zu geben, auch wenn uns dies nur unvollkommen gelingen mag. Solche neuen Anfänge sind möglich, wenn wir lernen uns mit den Augen Gottes zu sehen, als Menschen im Werden, als geliebte Kinder. Solche Anfänge sind möglich, wenn wir in jedem Ende nach dem neuen Anfang suchen und so kann uns letztlich auch der Tod zu einer Neugeburt werden. „Denn dann wird offenbar, was wir sind und wir werden ihm gleich sein; denn wir werden ihn sehen wie er ist.“ An Weihnachten aber ist er uns gleich geworden, damit wir der Liebe Gottes vertrauen und anfänglich leben – leben als Menschen mit Zukunft und Hoffnung, leben als Menschen, die zur Liebe und zum Frieden fähig sind, leben als Menschen, die durch ihr Handeln Neues schaffen und zärtlich und behutsam sein können.</p>
<p>Meine ganze Weihnachtspredigt ist <a title="hier" href="http://predigtkiste.blogspot.com/2011/12/predigt-am-1-weihnachtstag-uber-1-joh.html">hier</a> zu lesen</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/atemhaus.wordpress.com/718/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/atemhaus.wordpress.com/718/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/atemhaus.wordpress.com/718/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/atemhaus.wordpress.com/718/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/atemhaus.wordpress.com/718/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/atemhaus.wordpress.com/718/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/atemhaus.wordpress.com/718/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/atemhaus.wordpress.com/718/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/atemhaus.wordpress.com/718/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/atemhaus.wordpress.com/718/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/atemhaus.wordpress.com/718/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/atemhaus.wordpress.com/718/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/atemhaus.wordpress.com/718/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/atemhaus.wordpress.com/718/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=atemhaus.wordpress.com&amp;blog=14412843&amp;post=718&amp;subd=atemhaus&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Immanuel</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Dec 2011 20:30:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>atemhaus</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>
		<category><![CDATA[Achtsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gott]]></category>

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		<description><![CDATA[An Heiligabend predige ich in diesem Jahr über die Weihnachtsgeschichte aus dem Matthäusevangelium. Der Evangelist Matthäus erinnert sich in seiner Weihnachtsgeschichte an die alten Worte aus dem Buch des Propheten Jesaja: „Siehe, eine junge Frau ist schwanger und wird einen Sohn gebären, den wird sie nennen Immanuel.“ Eigentlich ist die Botschaft von Weihnachten ganz einfach: [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=atemhaus.wordpress.com&amp;blog=14412843&amp;post=716&amp;subd=atemhaus&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An Heiligabend predige ich in diesem Jahr über die Weihnachtsgeschichte aus dem Matthäusevangelium. Der Evangelist Matthäus erinnert sich in seiner Weihnachtsgeschichte an die alten Worte aus dem Buch des Propheten Jesaja: „Siehe, eine junge Frau ist schwanger und wird einen Sohn gebären, den wird sie nennen Immanuel.“</p>
<p>Eigentlich ist die Botschaft von Weihnachten ganz einfach: Gott nimmt unsere Schutzlosigkeit und Verletzlichkeit an. Und darum dürfen wir uns selbst annehmen, verletzlich und bedürftig wie wir sind. Gott findet keine Herberge in den Palästen unserer Grossartigkeit, aber er zieht ein in die Einfachheit unserer Herzen. Wer sein Herz öffnet, bei dem wird er Wohnung finden. Gott gibt jedem einzelnen Menschen eine unverletzliche und unverlierbare Würde. Auf diese Würde dürfen wir uns berufen und wir sollen sie achten bei allen Menschen und uns für die Würde jedes einzelnen einsetzen. Frieden kann werden, wenn wir uns von dieser Botschaft berühren lassen. Es braucht dann natürlich immer noch politische Klugheit im Grossen und alltägliches Bemühen und Arbeit im Kleinen, damit Frieden gelingen kann. Aber wo Menschen zulassen können, dass sie selbst bedürftig und verletzlich sind und dies auch anderen zugestehen, ja sich von ihrer Verletzlichkeit und Bedürftigkeit berühren lassen, da kann Frieden beginnen, da ist Gott mit uns und es kann Weihnachten werden.</p>
<p>Die ganze Predigt ist <a title="hier" href="http://predigtkiste.blogspot.com/2011/12/predigt-heiligabend-uber-mt-118-25.html">hier</a> zu lesen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/atemhaus.wordpress.com/716/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/atemhaus.wordpress.com/716/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/atemhaus.wordpress.com/716/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/atemhaus.wordpress.com/716/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/atemhaus.wordpress.com/716/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/atemhaus.wordpress.com/716/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/atemhaus.wordpress.com/716/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/atemhaus.wordpress.com/716/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/atemhaus.wordpress.com/716/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/atemhaus.wordpress.com/716/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/atemhaus.wordpress.com/716/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/atemhaus.wordpress.com/716/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/atemhaus.wordpress.com/716/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/atemhaus.wordpress.com/716/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=atemhaus.wordpress.com&amp;blog=14412843&amp;post=716&amp;subd=atemhaus&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Gesegnete Weihnachten</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Dec 2011 12:43:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>atemhaus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[  Frohe Weihnachten und   ein gesegnetes neues Jahr 2012    <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=atemhaus.wordpress.com&amp;blog=14412843&amp;post=704&amp;subd=atemhaus&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:center;"><a href="http://atemhaus.files.wordpress.com/2011/12/weihnachten2011.jpg"><img class="size-full wp-image-702 aligncenter" title="Weihnachten2011" src="http://atemhaus.files.wordpress.com/2011/12/weihnachten2011.jpg?w=600&#038;h=450" alt="" width="600" height="450" /></a></p>
<h1 style="text-align:center;"><strong></strong> </h1>
<h1 style="text-align:center;"><strong>Frohe Weihnachten und </strong></h1>
<p style="text-align:center;"> </p>
<h1 style="text-align:center;"><strong>ein gesegnetes neues Jahr 2012</strong></h1>
<p style="text-align:center;"> </p>
<p style="text-align:center;"> </p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/atemhaus.wordpress.com/704/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/atemhaus.wordpress.com/704/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/atemhaus.wordpress.com/704/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/atemhaus.wordpress.com/704/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/atemhaus.wordpress.com/704/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/atemhaus.wordpress.com/704/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/atemhaus.wordpress.com/704/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/atemhaus.wordpress.com/704/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/atemhaus.wordpress.com/704/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/atemhaus.wordpress.com/704/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/atemhaus.wordpress.com/704/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/atemhaus.wordpress.com/704/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/atemhaus.wordpress.com/704/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/atemhaus.wordpress.com/704/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=atemhaus.wordpress.com&amp;blog=14412843&amp;post=704&amp;subd=atemhaus&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Weihnachten2011</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Schenken und sich beschenken lassen</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Dec 2011 12:26:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>atemhaus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer jenseits des ewigen Lamentos über den weihnachtlichen Konsumrausch Nachdenkenswertes zum Thema Gaben und Gegengaben sucht, dem sei der Leitartikel von Uwe Justus Wenzel ind der Weihnachtsausgabe der NZZ empfohlen (leider nicht online verfügbar). Er legt dabei auf vorzügliche Weise den christlichen Kern des Weihnachtsfestes frei. &#8220;Die Geburt des Gottessohns, die die Christenheit alljährlich feiert, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=atemhaus.wordpress.com&amp;blog=14412843&amp;post=713&amp;subd=atemhaus&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer jenseits des ewigen Lamentos über den weihnachtlichen Konsumrausch Nachdenkenswertes zum Thema Gaben und Gegengaben sucht, dem sei der Leitartikel von Uwe Justus Wenzel ind der Weihnachtsausgabe der NZZ empfohlen (leider nicht online verfügbar). Er legt dabei auf vorzügliche Weise den christlichen Kern des Weihnachtsfestes frei.</p>
<p>&#8220;Die Geburt des Gottessohns, die die Christenheit alljährlich feiert, ist der &#8211; wenn auch für viele nurmehr sehr mittelbare &#8211; Anlass, um Geschenke zu machen. Und doch geht es, wenn eine laientheologische Mutmassung erlaubt ist, für Christenmenschen beim Weihnachtsfest im Grunde nicht so sehr um das selige Geben als vielmehr um das selige Nehmen, um das Annehmen eines Geschenkes, das ihnen Gott mit der Menschwerdung gemacht hat: das Geschenk des &#8211; erneuerten &#8211; Lebens. Nehmen sie es an &#8211; richtiger: geht ihnen auf, dass sie es angenommen haben -, dann machen sie damit dem, der es gegeben hat, ihrerseits ein Geschenk, das des Dankes und des Glaubens. Das ist eigentlich ganz einfach und ermangelt doch nicht der Subtilität.&#8221;</p>
<p>Jenseits aller dogmatischen Formeln bringt er das Geheimnis von Weihnachten auf den Punkt &#8211; das Geheimnis des geschenkten Lebens, dieses so verletzlichen, nackten und bedürftigen Lebens, das wir nur dankbar annehmen können.</p>
<p>Wenzel verweist auf das Weihnachtslied &#8220;Ich steh an deiner Krippe hier&#8221; und meint dazu: &#8220;Christenmenschen sind im Lichte dieser Zeilen das gerade Gegenteil jener angeblich «edlen» &#8211; in Wahrheit grob undankbaren &#8211; Seelen, von denen Nietzsches Zarathustra stolz behauptet: «Sie wollen nichts umsonst haben, am wenigsten das Leben.» &#8211; Das Leben ist aber, christlich gedacht, genau das: umsonst, gratis, ein Geschenk des Himmels eben, das vom Umtausch freilich ausgeschlossen ist. Für seinen Empfang müssen seine Empfänger, für ihn <em>können</em> sie nichts tun.&#8221; Und er schliesst: &#8221;Es spricht nichts dagegen, sondern alles dafür, den Dank<em> </em>für das Geschenk des Lebens auch durch das freigebige weihnachtliche Beschenken der Mitmenschen, nächster wie fernster, zu bezeigen.&#8221;</p>
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