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Von der Freiheit eines Christenmenschen

„Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und niemand untertan. Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller Dinge und jedermann untertan.“

Martin Luther in seiner Schrift „Von der Freiheit eines Christenmenschen“ (1520)

Keine Angst vor niemand, weil von Gott bejaht und befreit, und dem Nächsten in Achtsamkeit und Liebe zugewandt – so verstehe ich Luthers Satz heute. Habt keine Angst vor denen, die euch Angst machen wollen, damit sie Macht über euch haben. Sorgt euch lieber darum, den nicht zu übersehen, der euch braucht.

Kategorien:Freiheit Schlagwörter:
  1. 31. Oktober 2010 um 15:18

    lieber bernd,
    ich habe es ja so gar nicht mit luther, und kann da auch nicht mitreden. aber ich habe heute erfahren dass reformationstag ist. und das ist für dich ja sicher so etwas wie ein grosser feiertag? dann möchte ich es mir nicht nehmen lassen, dir einen schönen reformationssonntag zu wünschen! und immer wieder gern bei dir lesend und betrachtend schicke ich dir herbstliche grüsse,
    giannina

    • 31. Oktober 2010 um 16:02

      Liebe Giannina,

      der Reformationstag ist der Anlass, warum ich gerade heute dieses Lutherzitat gepostet habe. Da ich allerdings so gar nichts von Heiligenverehrung halte, erlaube ich mir auch zu Herrn Luther ein durchaus ambivalentes Verhältnis. Seine Grundeinsicht, dass wir uns unser Leben nicht verdienen müssen, dass wir von allem Anfang an bejaht sind, die teile ich uneingeschränkt und finde sie grossartig. Wenn ich sehe, wie viele darunter leiden, dass sie ständig etwas aus sich machen müssen, ein Image erarbeiten oder pflegen, stark sein, leistungsfähig usw., dann finde ich es befreiend, an dieses Ja erinnert zu werden, dass all unserern grossartigen Leistungen vorausgeht und hilft, all die Ambivalenzen und Brüche unseres Lebens anzunehmen, ohne Ganzheit erreichen zu müssen oder alles in ein System bringen zu müssen. Daneben gibt es allerdings so manches, worin ich Luther so ganz und gar nicht folgen kann, beispielsweise seine furchtbaren Äusserungen zum Judentum.

      Herzliche Grüsse

      Bernd

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