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Fürbitte für den Sudan

Zum christlichen Glauben gehört nicht nur die eigene spirituelle Suche  oder die Zugehörigkeit zu einer lokalen oder nationalen Kirche. Dazu gehört auch das Bewusstsein, zu einer weltweiten Kirche zu gehören und über alle religiösen Grenzen hinweg Teil der Menschheit zu sein, einer Menschheit, die sich sehnt danach, in Frieden zu leben. Das zeigt sich in praktischer Solidarität wie beispielsweise den Sammelaktionen von Brot für alle (Brot für die Welt in Deutschland) und den entsprechenden Hilfswerken anderer Kirchen. Es zeigt sich in kirchlicher Informationsarbeit, die den Blick oft gerade auf wenig beachtete Notsituationen lenkt. Und es zeigt sich in der Möglichkeit, für Menschen in anderen Weltgegenden zu bitten. So hat die Evangelische Kirche in Deutschland am heutigen Sonntag auf eine Bitte des südsudanesischen Kirchenrats hin alle deutschen evangelischen Gemeinden gebeten, aus Anlass der beginnenden Volksabstimmung im Sudan eine Bitte für den Frieden im Sudan in ihr Fürbittengebet aufzunehmen.

„Herr, unser Gott,
wir bitten für die Menschen im Sudan:
lass Frieden und Versöhnung einkehren in dem von Bürgerkriegen geschundenen Land,
dass aus erlittenen Verletzungen nicht weiter Zwietracht und Krieg wachsen.

Schenke einen friedlichen Verlauf der heute beginnenden Volksabstimmung,
damit die große Hoffnung auf dauerhaften Frieden endlich erfüllt wird.

Stehe allen Vertriebenen bei, die sich nach Rückkehr in die Heimat sehnen,
damit sie sich nach Leid und Unrecht eine neue Zukunft aufbauen können.
Sei ihnen und uns allen die strömende Quelle der Kraft.
Stärke uns, dein Licht der Liebe und Hoffnung in die Welt zu tragen.

Auch ich werde diese Fürbitte in meinem heutigen Gottesdienst aufnehmen und lade dazu ein, an die Menschen im Sudan zu denken – an alle Menschen in diesem Land, die sich nach Frieden und einem Ende der Gewalt sehnen.

Kategorien:Gebet Schlagwörter:
  1. Artur
    9. Januar 2011 um 11:29

    Schon komisch, an Afrika denkt jeder.
    An die Christenverfolgung im Nahen Osten keiner.

    • 9. Januar 2011 um 11:53

      Nein, so kann Leid nicht gegeneinander aufgerechnet werden. Und an die Christenverfolgung im Nahen Osten wird ebenso gedacht: http://www.ekd.de/aktuell_presse/news_2011_01_06_1_kirchen_solidaritaet_kopten.html. (Dies eines von vielen Beispielen!) In der Neujahrsmesse hat der Papst hat der Christenverfolgung viel Raum gewidmet. Ich selbst habe an anderer Stelle dazu geschrieben. Ich teile ihre Beunruhigung über die Christenverfolgungen im Nahen Osten, aber ich weigere mich, sie gegen das Leiden der Menschen im Sudan auszuspielen und gehe davon aus, dass dies auch nicht ihre Absicht war.

  2. auguste
    16. Januar 2011 um 21:02

    Wäre zu hoffen, dass diese beiden Länder nun auch unbehelligt von ausländischen Mächten in Frieden leben können. Es wurde von den westlichen Mächten sehr begrüßt, dass aus dem großen Sudan zwei kleine werden…

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