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Archive for the ‘Bibelzitate’ Category

Achtet das Kleine

25. Dezember 2010 1 Kommentar

Bethlehem, die kleine und unbedeutende Stadt, wird beim Propheten Micha zur Quelle von Heil und Frieden. Deshalb spielt die Weihnachtsgeschichte des Lukas in Bethlehem. In meiner Weihnachtspredigt habe ich den Predigttext Micha 5,1-4a unter die Überschrift gestellt: Achtet das Kleine.

Es kommt nicht darauf an ein anderer zu werden, sondern der andere zu sein, der wir in Gottes Augen schon sind, sein geliebtes Kind. Denn er erwählt das Kleine, uns Kleine. Und niemand ist zu klein um Menschlichkeit zu erfahren und andere Menschlichkeit erfahren zu lassen.

Wenn wir Weihnachten feiern, dann spüren wir hoffentlich etwas von dieser Sehnsucht nach Frieden, die in uns steckt, von dem Bedürfnis, zuhause zu sein in unserem Leben, sich versöhnen zu können mit der eigenen Geschichte und hoffentlich können wir glauben, dass Gott das Kleine und Zerbrechliche erwählt und auch uns seine Nähe zuspricht. Und er ermutigt uns, die vielen Gelegenheiten zur Menschlichkeit zu erkennen und sie zu ergreifen.

Die ganze Predigt ist hier zu lesen.

Richte unsere Füsse auf den Weg des Friedens – Zum 1. Advent

28. November 2010 3 Kommentare

Die Weihnachtsgeschichte des Lukasevangeliums beginnt mit dem wunderbaren Magnificat, dem Lobgesang der schwangeren Maria und mit dem Lobgesang des Zacharias. Zacharias endet mit der Bitte „…und richte unsere Füsse auf den Weg des Friedens.“ Wie aber kann uns die Weihnachtsgeschichte dazu helfen, unsere Füsse auf den Weg des Friedens zu richten? Indem sie uns die Augen öffnet für das, was wirklich wichtig ist und uns frei macht von dem Irrglauben, es käme immer darauf an sich zu behaupten und sich durchzusetzen. Wieviel Unheil und Unfrieden kommt immer wieder daher, dass wir meinen, recht behalten zu müssen, Stärke beweisen wollen und nur keine Schwäche zeigen. Und so wird jede Auseinandersetzung zum Machtkampf – nicht nur in der Politik – sondern auch und gerade in Beziehungen, Familien und Nachbarschaften. Das wehrlose und bedürftige Kind in der Krippe, der Mann Jesus, der sich ohne Gegenwehr verhaften lässt, zeigt uns, wie sinnlos und destruktiv diese Haltung ist. Stark ist in Wahrheit, wer auch Schwäche zeigen, nachgeben, die Hand zur Versöhnung reichen kann. Stark ist, wer dem Anderen Raum lässt und ihn nicht in seine eigenen Vorstellungen hineinzwingen will. Stark ist, wer den anderen nicht zur Unterwerfung zwingt, sondern ihm sein Recht lässt, ihm zuhört und ihn respektiert.

 Richte unsere Füsse auf den Weg des Friedens. Diese Bitte bedeutet auch, dass wir den Blick nach vorn richten und nach Wegen suchen, die wir gemeinsam gehen können und uns nicht immer wieder in vergangenen Geschichten verlieren, die uns vielleicht voneinander trennen und die wir nicht loslassen können. Es kommt nicht darauf an, dass wir am Ende recht behalten, sondern dass wir miteinander weitergehen können.

 Die weihnachtliche Friedensbotschaft hat aber nicht nur eine private, sondern auch eine gesellschaftlich-politische Seite. Wer seinen Glauben auf den baut, der die Niedrigen ansieht und erhöht und die Mächtigen vom Thron stürzt, der wird das Wohl einer Gesellschaft auch daran messen, ob sie sich um die sorgt, die am Rand stehen, um die Niedrigsten und Geringsten. Damit meine ich nicht nur, dass wir unseren Sozialstaat nicht preisgeben sollten. Es geht mir auch darum, welche Haltung wir diesen Menschen gegenüber einnehmen, ob wir sie am Liebsten aus den Augen haben wollen und sie für ihre Situation einfach selber verantwortlich machen oder ob wir fähig sind zum Verständnis und Mitgefühl und zu persönlicher Zuwendung. Das heisst nicht, einfach alles zu verstehen und zu akzeptieren. Manchmal ist ein Nein hilfreicher als wohlwollendes Verständnis, aber – und das ist für mich die weihnachtliche Botschaft – es muss getragen sein von einem Ja zu diesem Menschen, denn Gott sagt zu jedem von uns Ja.

 Nicht zuletzt bedeutet für mich die weihnachtliche Friedensbotschaft, dass wir Frieden schliessen dürfen mit uns selber. Wir dürfen unser Leben so annehmen wie es ist. Wir dürfen uns die heilsame Befreiung von Weihnachten gefallen lassen: uns ist ein Kind geboren, ein Kind, das uns nahe ist in all unserer Bedürftigkeit und Unvollkommenheit, ein Kind, das sich mit uns freut am Gelingen, ein Kind, das uns nahe ist in Schmerzen und Trauer, in Kummer und Sorgen. Wir sind nicht allein und gerade da, wo wir schwach sind und Hilfe nötig haben, steht Gott an unserer Seite und gibt uns neue Kraft.

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Glaube und Schrift

24. November 2010 6 Kommentare

Die folgenden Überlegungen sind entstanden aus einer Diskussion, in der jemand behauptete, es sei Unsinn aus historischen Dokumenten eine Religion abzuleiten. Das hat mich veranlasst, ein paar Gedanken zum Verhältnis von Glauben und Schrift zu formulieren.

Judentum, Christentum und Islam sind allesamt Schriftreligionen. Aber sind diese heiligen Schriften nicht allesamt menschliche Dokumente in bestimmten geschichtlichen Kontexten? Wieso haben sie aber dann eine Sonderstellung gegenüber anderen historischen Texten und in welchem Sinn können wir uns darauf berufen?

Die Religion kommt vor der Schrift und gelebter, historisch sich wandelnder Glaube kommt vor der Verschriftlichung in Glaubensdokumenten.  Die Verschriftlichung ist ein sekundärer Akt, der auch mit der Vergemeinschaftung religiöser Erfahrungen zu tun hat. In einem gewissen Stadium beziehen sich viele Religionen auf zentrale religiöse Schriften.

Umstritten ist nun, in welchem Sinne diesen autoritative Geltung zukommt. Wer sie als göttlich gegeben und bis in den Wortlaut hinein unfehlbar ansieht, muss sich mit dem Problem auseinandersetzen, dass es auch in heiligen Schriften Widersprüche gibt und dass er das Wort über den Geist stellt und seinen Glauben gegenüber seiner Gegenwart und seinen Alltagserfahrungen abschottet.

Mein Weg ist ein anderer: ich sehe – in meinem christlichen Glauben – die biblischen Schriften als menschliche Glaubensdokumente, die also erforschbar und kritisierbar sind. Ihre Sonderstellung ist historisch gewachsen. Die Kanonbildung beruht auf menschlichen Entscheidungen. Aber sie sind der gemeinsame Bezugspunkt derer, die im Christentum beheimatet sein wollen. Darin besteht ihre Verbindlichkeit und Autorität. Christlicher Glaube kann nicht an der Schrift vorbei expliziert werden. Aber im Dialog mit der Schrift kommt den heutigen Erfahrungen, Einsichten und Gefühlen ein eigenständiges Gewicht zu.

Mit historisch-kritischer Forschung kann ich besser verstehen, welchen Ursprungssinn diese Texte haben und in welchem Umfeld sie beheimatet waren. Das kann einerseits meinen Glauben bereichern und zu einem besseren Verständnis beitragen. Es kann aber auch eine Hilfe sein, biblizistisch-fundamentalistischen Bibelgebrauch mit Argumenten zu kritisieren. Und jede Argumentation mit der Bibel sollte sich erstens fragen, ob der herangezogene Text im Einklang mit dem Geist der Schrift steht (für Luther hiess das: „was Christum treibet“), muss sich zweitens mit Vernunftargumenten auseinandersetzen und sich drittens stets fragen, welche Auswirkungen die jeweilige Deutung hat (was für mich mit dem ersten Punkt zusammenhängt).

Der Preis eines solchen Verständnisses ist, dass ich mich nicht einfach autoritativ auf die Schrift berufen kann und mit vielfältigen Deutungen leben muss. Eigene Erfahrungen und biblische Texte stehen ständig in einem kritischen Dialog, und ebenso eigene Erfahrungen und Deutungen und die Deutungen anderer. Aber genau das ist bereichernd und bewahrt davor, den eigenen Glauben absolut zu setzen.

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Glaubensfreiheit und Toleranz

16. September 2010 3 Kommentare

„Einen Menschen töten, heisst nicht eine Lehre verteidigen, sondern einen Menschen töten“. Sebastian Castellio hat diesen Satz vor gut 450 Jahren geschrieben, ein französischer Humanist und Anhänger der Reformation, der zunächst in Strassburg und Genf mit dem grossen Reformator Johannes Calvin zusammenarbeitete und später, als er sich die Gegnerschaft Calvins zugezogen hatte, in Basel lebte und wirkte. Gemünzt war der Satz auf Calvin, der wortreich und leidenschaftlich die Verbrennung des spanischen Arztes Michael Servet verteidigt hatte als notwendig zur Bewahrung der Ehre Gottes und der reinen christlichen Lehre.

Warum erinnere ich an diese alte Geschichte? Natürlich nicht nur, weil ich vor einiger Zeit ein faszinierendes Buch über Castellio gelesen habe, sondern weil ich überzeugt bin, dass sie für den Dialog und die Begegnung der Religionen hilfreich und nützlich ist. Die schmerzhafte Erinnerung daran, dass in unserer eigenen Tradition Menschen verfolgt und getötet wurden um der Reinheit der Lehre und der Reinheit des Glaubens willen, kann uns bewusst machen, welch kostbares Gut die Toleranz im Glauben ist. Und der so kurze und einfache Satz des Sebastian Castellio enthält einen ganz entscheidenden Kern jeglicher Toleranz: es ist der Respekt vor dem Menschen als Menschen. Erst wo ich den Menschen als Menschen sehe – und eben nicht als Vertreter einer Lehre, einer Nation oder was auch immer – erst da ist Toleranz wirklich möglich. Toleranz bedeutet nicht, dass ich alles für richtig halten müsste, aber sie bedeutet, dass ich im anderen zuerst einmal den Menschen sehe, den ich achte und respektiere und erst dann vielleicht den Verteidiger einer Lehre oder einer Kultur oder einer Lebenseinstellung, der ich durchaus kritisch begegnen kann und die ich sogar für falsch halten mag. „Einen Menschen töten, heisst nicht eine Lehre verteidigen, sondern einen Menschen töten“. Es ging Sebastian Castellio nicht um die Richtigkeit der Lehren des Michael Servet. Die hielt er selber für falsch. Aber den Menschen musste er dennoch verteidigen, sein Recht auf Anderssein.

In der Bergpredigt findet sich ein ganz wichtiger Satz. Er ist in vielen Bibelausgaben als „Goldene Regel“ überschrieben: „Also: Wie immer ihr wollt, dass die Leute mit euch umgehen, so geht auch mit ihnen um! Denn darin besteht das Gesetz und die Propheten.“ Wie wollen wir, dass die Leute mit uns umgehen? Natürlich wollen wir, dass sie uns Respekt entgegenbringen, dass sie uns fair behandeln. Ich denke auch, dass wir möchten, dass andere unsere Schwächen nicht ausnützen und uns, wenn wir uns irren oder Fehler machen, nicht fallen lassen und verurteilen. Vor allem aber, denke ich, dass jedes von uns sich wünscht, zuerst einmal wahrgenommen zu werden, wahrgenommen zu werden als Mensch, als Mensch mit Fähigkeiten und Grenzen, mit Bedürfnissen, Sorgen und Hoffnungen, mit einem Glauben und Lebenszielen. Wir wünschen uns Menschen, die uns offen begegnen. Und genau darin liegt der entscheidende Punkt. Wenn wir Jesu goldene Regel zum Massstab unseres Handelns machen wollen, dann werden wir den Menschen, die anderen Religionen und Kulturen angehören, zuerst einmal offen von Mensch zu Mensch begegnen. Dann werden wir in ihnen nicht zuerst eine Bedrohung unserer Kultur, unserer Religion oder unseres Wohlstands sehen, sondern Menschen mit Hoffnungen und Ängsten, mit ihren Traditionen und deren Begrenzungen.

Solche Offenheit und Bereitschaft zum Dialog ist nicht einfach selbstverständlich. Die Angst vor dem Fremden ist – wie uns die Evolutionsbiologie lehrt – tief in uns verwurzelt. Sie hilft uns ja auch, uns vor Gefahren zu schützen und das Eigene vom Anderen zu unterscheiden und eine Identität zu gewinnen. Aber es ist gut, wenn wir lernen, mit dieser Angst vor dem Fremden umzugehen und bereit sind, uns auch zu öffnen. Es gibt im Matthäusevangelium (15,21-28) eine Geschichte, in der Jesus selbst lernen muss, Grenzen zu überwinden. Es ist irritierend, wie Jesus die kanaanäische Frau behandelt. Er antwortet ihr zunächst mit keinem Wort. Als sie keine Ruhe gibt, weist er sie ab, weil sie keine Israelitin ist. Aber die Frau gibt nicht auf. Sie ist zum Glück schlagfertig, hartnäckig, selbstbewusst und bescheiden zugleich. So erreicht sie Jesu Herz und er hilft ihr. Kann Nachfolge Jesu auch bedeuten, dass wir uns auf den Weg machen, uns von unseren Vorurteilen befreien zu lassen und uns auf neue Begegnungen einzulassen, weil Jesus selbst es lernen musste, seine Vorurteile und Abgrenzungen zu überwinden? Ja, Jesus begegnet uns als einer, der es uns nicht einfach abfordert, auf Vorurteile zu verzichten, sondern als der, der darum weiss, dass wir das nur in der Begegnung mit Anderen und Fremden lernen können.

Den Menschen als Menschen wahrzunehmen mit seinen Hoffnungen und Ängsten und eben auch mit seinem Glauben, seiner Religion, bedeutet für mich auch, ihm so weit als möglich Raum zu geben, seinem Glauben gemäss zu leben und seine Religion auszuüben. Die Religionsfreiheit ist eine der grössten Errungenschaften unserer Kultur. Gerade Christen sollten entschieden für das Recht der Anderen auf Ausübung ihrer Religion eintreten. Das schliesst die kritische Auseinandersetzung mit problematischen Seiten anderer Religionen gewiss nicht aus. Noch einmal: Toleranz bedeutet nicht, dass wir alles für richtig halten müssen. Wir werden hoffentlich unsere Fragen stellen zum Frauenbild mancher islamischer Kreise – aber auch mancher fundamentalistischer Kreise im Christentum. Wir werden hoffentlich Klartext reden, wenn im Namen der Religion zu Gewalt gegen sogenannte Ungläubige oder vom rechten Glauben Abgefallene aufgerufen wird. Aber wir werden dabei hoffentlich auch nicht vergessen, dass solche Züge auch in der christlichen Religion nur in einem langen Kampf überwunden worden sind und sich manchmal heute noch zeigen. Die Stimme des Sebastian Castellio bleibt uns eine Mahnung: „Einen Menschen töten, heisst nicht eine Lehre verteidigen, sondern einen Menschen töten“.  Im Glauben darf es keinen Zwang geben, aber im Glauben kann es auch nicht einfach einen neutralen Standpunkt über den Religionen geben. Deshalb meint die Einladung zum Dialog und zur Begegnung der Religionen auch nicht, dass wir unseren eigenen Glaubensstandpunkt aufgeben sollten zugunsten einer Art Allreligiosität. Vielleicht kann die Begegnung mit anderen Religionen sogar ein Anstoss dazu sein, tiefer zu bedenken, was wir eigentlich glauben und worauf wir vertrauen. Aber gerade dann, wenn wir ganz fest in unserem eigenen Glauben verwurzelt sind, sollten wir nicht vergessen, dass auch unser Glaube Wandlungen erfahren hat und mit einer Geschichte verbunden ist, die eben unsere ist. Das macht uns hoffentlich sensibler für die Möglichkeit, dass Gott vielleicht doch für unterschiedliche Menschen unterschiedliche Wege des Glaubens und der Religion vorgesehen hat. Es kann uns empfänglicher machen für die Möglichkeit, dass wir in unseren Glaubensansichten auch irren können und wir aus der Begegnung mit anderen für unseren Glauben dazulernen und bereichert werden können. Ein Glaube, der sich beständig abschotten muss, um ja nicht ins Wanken zu geraten, kann letztlich keine tragfähige Kraft sein. Die goldene Regel Jesu ist ein guter Leitfaden gerade auch für die Begegnung mit Menschen anderer Religionen und Kulturen: „Wie immer ihr wollt, dass die Leute mit euch umgehen, so geht auch mit ihnen um! Denn darin besteht das Gesetz und die Propheten.“

Kategorien:Bibelzitate, Freiheit, Glaube

Vertrauen

5. September 2010 1 Kommentar

24 „Niemand kann gleichzeitig zwei Herren dienen!

Entweder wird er den einen hassen

und den anderen lieben.

Oder er wird dem einen treu sein

und den anderen hintergehen.

Ihr könnt nicht gleichzeitig Gott

und dem Geld dienen!

25 Darum sage ich euch:

Macht euch keine Sorgen

um euer Leben –

was ihr essen oder trinken sollt.

Oder um euren Körper –

was ihr anziehen sollt.

Ist das Leben nicht mehr als Essen und Trinken?

Und ist der Körper nicht mehr als Kleidung?

26 Seht euch die Vögel an!

Sie säen nicht,

sie ernten nicht,

sie sammeln keine Vorräte:

Und euer himmlischer Vater ernährt sie doch.

Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?

27 Mit allen Sorgen,

die ihr euch macht:

Wer von euch kann sein Leben dadurch

auch nur um eine Stunde verlängern?

28 Und warum macht ihr euch Sorgen

was ihr anzieht?

Seht euch die Wiesenblumen an:

Sie wachsen,

ohne zu arbeiten

und ohne sich Kleider zu machen.

29 Ich sage euch:

Nicht einmal Salomo in all seiner Pracht

war so schön gekleidet wie eine von ihnen.

30 Gott macht die Wiesenblumen so schön.

Und dabei gehen sie an einem Tag auf

und werden am nächsten Tag im Backofen verbrannt.

Darum wird er sich noch viel mehr um euch kümmern.

Ihr habt zu wenig Vertrauen!

31 Macht euch also keine Sorgen!

Fragt euch nicht:

Was sollen wir essen?

Was sollen wir trinken?

Was sollen wir anziehen?

32 Um all diese Dinge

dreht sich das Leben der Heiden.

Euer himmlischer Vater weiß doch,

dass ihr das alles braucht.

33 Strebt vor allem anderen

nach seinem Reich

und nach seinem Willen –

dann wird Gott euch das alles schenken.

34 Macht euch also keine Sorgen um den kommenden Tag –

der wird schon für sich selber sorgen.

Es reicht, dass jeder Tag seine eigenen Schwierigkeiten hat.“

Matthäus 6,24-34 (Übersetzung: Basis Bibel)

Der Weg der Liebe

  1. Korintherbrief, Kapitel 13

1 Wenn ich mit Menschen- und mit Engelszungen rede, aber keine Liebe habe, so bin ich ein tönendes Erz, eine lärmende Zimbel. 2 Und wenn ich die Gabe prophetischer Rede habe und alle Geheimnisse kenne und alle Erkenntnis besitze und wenn ich allen Glauben habe, Berge zu versetzen, aber keine Liebe habe, so bin ich nichts. 3 Und wenn ich all meine Habe verschenke und meinen Leib dahingebe, dass ich verbrannt werde, aber keine Liebe habe, so nützt es mir nichts.

4 Die Liebe hat den langen Atem, gütig ist die Liebe, sie eifert nicht.
Die Liebe prahlt nicht,
sie bläht sich nicht auf, 5 sie ist nicht taktlos,
sie sucht nicht das ihre,
sie lässt sich nicht zum Zorn reizen,
sie rechnet das Böse nicht an, 6 sie freut sich nicht über das Unrecht, sie freut sich mit an der Wahrheit.
7 Sie trägt alles,
sie glaubt alles,
sie hofft alles,
sie erduldet alles.
8 Die Liebe kommt niemals zu Fall: Prophetische Gaben – sie werden zunichte werden; Zungenreden – sie werden aufhören; Erkenntnis – sie wird zunichte werden. 9 Denn Stückwerk ist unser Erkennen und Stückwerk unser prophetisches Reden. 10 Wenn aber das Vollkommene kommt, dann wird zunichte werden, was Stückwerk ist. 11 Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind, überlegte wie ein Kind. Als ich aber erwachsen war, hatte ich das Wesen des Kindes abgelegt. 12 Denn jetzt sehen wir alles in einem Spiegel, in rätselhafter Gestalt, dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt ist mein Erkennen Stückwerk, dann aber werde ich ganz erkennen, wie ich auch ganz erkannt worden bin. 13 Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei. Die grösste unter ihnen aber ist die Liebe.
Übersetzung: Neuze Zürcher Bibel

Demut und schöpferische Kraft

Wenn ich deinen Himmel sehe, das Werk deiner Finger,

den Mond und die Sterne, die du hingesetzt hast:

Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst,

und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?

Du hast ihn wenig geringer gemacht als Gott,

mit Ehre und Hoheit hast du ihn gekrönt.

Psalm 8,4-6

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Selbstvertrauen und Dankbarkeit

30. Juni 2010 2 Kommentare

Ich preise dich, dass ich so herrlich,

so wunderbar geschaffen bin;

wunderbar sind deine Werke,

meine Seele weiss dies wohl.

Psalm 139,14

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