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Acedia – Trägheit des Herzens

28. August 2010 2 Kommentare

Die Nacht ist vergangen, der Tag ist herbeigekommen. Lasst uns wachen und nüchtern sein und abtun, was uns träge macht …

Trägheit –

das ist der dunkle Mantel der Depression

die unheimliche Last eines Burnout

ein lähmendes Gefühl, das wir nicht einfach abschütteln können.

Trägheit –

das ist aber auch die Bequemlichkeit,

lieber nichts als etwas Falsches zu tun;

das resignative sich abfinden mit dem vermeintlichen Schicksal,

die Angst vor der Verantwortung,

die Weigerung, sich einzulassen,

Konflikte, Gemeinschaft, Kommunikation zuzulassen.

Diese Trägheit ist die Undankbarkeit gegenüber unserem Schöpfer –

die Undankbarkeit, die Möglichkeiten zu nutzen, die er uns gegeben hat.

Ein Merkmal des Trägen ist die Gleichgültigkeit.

Denken sie nur an die Geschichte von Jona,

der vor dem Auftrag Gottes flieht, weil er keine Scherereien möchte

und ihm das Schicksal der Menschen in Ninive letztlich egal ist.

Wie oft heisst es heute: das geht mich nichts an;

sollen doch andere schauen; da bin ich nicht zuständig;

die haben es nicht besser verdient; da kann man eh nichts machen. Steckt der träge Jona nicht auch in uns?

Das Gegenteil von Trägheit ist die Tapferkeit – der Mut zum Leben, hellwach zu sein und abzuschütteln, was uns träge macht.

Darum: neugierig bleiben, achtsam,

bereit sich einzulassen,

etwas zu erwarten,

wahrzunehmen,

zu staunen.

Damit die Trägheit weicht,

das bleierne Gewicht der Resignation,

und Türen sich öffnen.

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